Edition der Briefe Ph. J. Speners

Blog des Editions-Projekts der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Briefe aus der Dresdener Zeit 1686–1691. Band 1: 1686–1687 – jetzt online

Der Band „Briefe aus der Dresdener Zeit 1686–1691. Band 1: 1686–1687“ ist ab sofort via

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Ankündigung: Briefe aus der Dresdner Zeit 1686–1691 Band 4: 1690/91

Erscheint im Januar 2017.

https://www.mohr.de/buch/briefe-aus-der-dresdner-zeit-1686-1691-9783161550034

Zitat der Woche:

Zum neuen Jahr:

„OBwol das vergangen jahr unter allen, welche der grosse GOtt E. Hoheit bisher erleben lassen, dasjenige seyn mag, das aus vielen ursachen deroselben theuren person vor den übrigen den meisten kummer, sonderlich da gegen das ende desselben eine der vornehmsten stützen vieler künfftigen hoffnung umgerissen werden muste, erwecket hat, also, daß man, wo man der vernunfft fleischlichem urtheil folget, gedencken solte, es wäre lauter betrübtes und unglückliches in demselben gewesen, so trage ich dannoch das Christliche vertrauen zu Ew. Hoheit geübter gottseligkeit, daß, obwol fleisch und blut sein leiden schwer und schmertzlich fühlet, sie dannoch mit den augen des geistes durch alles hindurch sehen, und in der krafft Gottes dero seele durch kindliche gelassenheit ihres himmlischen Vaters heiliger fügung sich übergebende dieselbe beruhigen, diese warheit aber bereits so viel tieffer sich eintrucken habe lassen.“

Aus Speners Brief an die ehem. sächsische Kurfürstin und Kurfürstenmutter Anna Sophie (Berlin, 02. Januar 1692); in: AFSt/H A 143 : 110c (Entwurf) = Philipp Jakob Spener, Letzte Theologische Bedencken, Teil 2, Halle 1711 (2. Aufl. 1721), 409f.

Zitat der Woche:

„Gnädigster Fürst und Herr, E[ure] Hochfürstl[iche] Durchl[aucht] gnädigstes ist mir nechst den heiligen abend von der post wol geliefert, ich aber so bald zu antworten durch die fest=arbeiten gehindert worden, daß es also auf einen post=tag ausgesetzt lassen müssen.“

Aus Speners Brief an Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow in Güstrow (Dresden, 28. Dezember 1688); in: Philipp Jakob Spener, Briefe aus der Dresdner Zeit, Brief Nr. 121, Zeilen 1-5.

Zitat der Woche:

Zum Internationalen Tag der Migranten:

„Daß in dem Hochlobl[ichen] Fürstentuhm Wirtenberg die aufnahm der verjagten armen Waldenser resolviret worden, ist mir eine rechte freude, als der ich den armen leuten billig gönne, daß sie mögen nach ihren langen trangsahlen wiederum eine ruhe finden, daher ich auch hoffe, daß sie einem lande segen bringen werden, welches barmhertzigk[eit] an Ihnen erzeiget; ich zweifle auch nicht, da die herzen zu einer liebe und vertrauligkeit zu uns durch liebreiche aufnahm werden gelenket werden, so werde auch solches eine bereitung derselben seyn, unsere warheit auch völliger zu erkennen. Daher wünsche, daß die tractaten durch anderwerts herkommende consilia, wie etwas anregung geschehe, nicht mögen unterbrochen, sondern zum stande und vollziehung gebracht werden. Der Herr sehe der armen leute, die nicht um ihrer noch anklebenden irrthumen, sondern eigentlich um der mit uns gemeinen warheit willen vorneml[ich] leiden, elend an, laße sie sich wiederum erquicken, und, wo die reihe des leydens auch uns betreffen wird, zeige auch uns einen ort der zuflucht.“

Aus Speners Brief an Johann Georg Kulpis (Dresden, 29. Februar 1688); in: Philipp Jakob Spener, Briefe aus der Dresdner Zeit, Brief Nr. 20, Zeilen 1-15.

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